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Hüttentour 2008 - Quer durch die Lechtaler Alpen

Dieses Jahr ging es vom Ausgangspunkt Zürs am Flexenpass und der Stutt-garter Hütte bis zur Augsburger Hütte und dem Abstieg nach Pians - von West nach Ost, von Vorarlberg nach Tirol quer durch die Lechtaler Alpen.
Am Sonntag trafen wir mit 4 Autos und 12 Personen zwischen 13 und 14 Uhr in Zürs ein: ein reines Skidorf, in dem im Sommer lediglich die öffentliche Toilette geöffnet ist. Um 14 Uhr machten wir uns wie geplant an den Aufstieg zur Stuttgarter Hütte. Es ging an der Trittalpe vorbei über Almengelände. Nach Überquerung des Pazüelbachs wurde das Gelände steiler jedoch unschwierig bis hoch zum Krabachjoch, wo wir in der Stuttgarter Hütte auf 2305 Meter den ersten Hüttenabend hatten. Nach dem Abendessen und der einen oder anderen Schnapsrunde waren die ersten Anstrengungen schnell vergessen.

Am nächsten Tag (MO) liefen wir über den Boschweg unterhalb der Roggspitze und dann hoch Richtung Valluga. Die meisten von uns gingen ab der Scharte noch den Abstecher über den Felsgrat und eine Holzbrücke hoch zur Valluga, unserem ersten Gipfel auf 2809 Meter. Der Abstieg führte über Felsen und Restschneefelder zum Valfagehrjoch. Hier waren bereits die Auswüchse des Alpinskisports zu sehen. Der weitere Abstieg durchs Arlberger Skigebiet war jedoch der Hammer: Lastwagen, Off-Roader und Bagger frästen eine neue Piste in den Berghang, u. a. quer durch den Wanderweg. Im Mief der Dieselabgase mussten wir eine Mondlandschaft runter zur Ulmer Hütte (2218m) durchwandern, vor der Lastwagen parkten („Ulmer Hütte - Im Herzen der Alpen")! Unmittelbar um die Hütte finden sich noch Reste der ehemaligen Almenvegetation - im restlichen modellierten Gelände wächst auf Jahrzehnte nichts mehr. Wenn man Luftdruck und Schwerkraft noch ordentlich absenken könnte, würde sich ein Flug zum Mond erübrigen. Im Winter wird das alles mit Schnee schön zugedeckt - im Sommer sollte man die Hütte bestenfalls als Durchgangshütte nutzen. Schade eigentlich - was hat die Sektion Ulm angestellt, dass sie solche Nachbarn bekamen?

Die Hütte war ordentlich und sauber, die Zimmer groß und geräumig. Sie ist ganzjährig bewirtschaftet. Bei den Preisen hatte man jedoch die der letzten Skisaison übernommen: 4,40 € für ein Bier mussten wir nirgendwo anders bezahlen, noch nicht einmal auf hubschrauberversorgten Hütten. Dafür gab es vom freundlichen Hüttenwirt eine Runde Schnaps „à la casa".
Hier traf Martina, aus der Schweiz kommend, zu uns. Wir waren wieder 13 - unser „13. Mann" war dieses Jahr eine Frau.

Nachdem wir am nächsten Morgen (DI) auf gleichem Wege und mit ähnlichen Abgaswerten wieder oben am Valfagehrjoch angekommen waren, kamen wir weiter östlich ziemlich schnell wieder auf normales unzerstörtes Gebiet. Unterhalb des Arlberger Klettersteiges ging es oberhalb des Kapallsattels über das Almajurjoch zur Leutkircher Hütte (2261m) zur Mittagsrast. Dort erwartete uns ein lustiger Hüttenwirt mit Suppen und Getränken bei herrlichem Sonnenschein. Frisch gestärkt ging es weiter über den Adlerweg zu unserem Tagesziel, der Kaiserjochhütte (2310m), die die Ersten gegen 15 Uhr erreichten. Dreie nahmen bereits vorher als Abstecher einen weiteren Gipfel hoch zum Stanskogel (2757m) in Angriff. Auch sie mussten vor der Hütte noch einmal über den Schindlesattel, an dem kein bequemer Weg seitwärts vorbei führt. An der Hütte wurden sie im Sonnenschein bereits erwartet. Unser Stefan ging Hubert bis zur Alm entgegen, um ihm einen stärkenden Holundersaft zu reichen (siehe Foto). Danach sind noch einige hoch zum Malatschkopf (2368m), dem Hausberg rund 60 Meter oberhalb der Hütte. Abends auf der Hütte waren die durchaus leckeren Käseknödel ein knappes Mahl: 3 von 4 bestellten einen dritten Knödel (kostenpflichtig) nach. Entschädigt wurden wir durch das Hackbrettspiel des Hüttenwirtes, das in mehreren Kurzfilmen festgehalten wurde, und einigen wirklich guten Marillenschnäpsen aus lokalen Quellen („so schmecken die Berge").

Am nächsten Morgen (MI) ging es (Geht's noch? A bisserl geht noch!) über den Adlerweg, heute in hochalpiner Form, zur Ansbacher Hütte. Über die Kridlonscharte und oberhalb des Hintersees liefen wir zum Hinterseejoch. Von dort oberhalb des Vordersees immer mal wieder auf schmalen Pfaden, über Felsen am Stahlseil, hoch zum Alperschonjoch. Hier steht ein Gedenk-kreuz für die damaligen Wegerbauer und in einer Felsspalte griffbereit ein kleines Büchlein „Neues Testament - Psalmen & Sprüche". Das Flarschjoch war dann das letzte der zahlreichen „Hindernisse" vor der Ansbacher Hütte (2376m), unserem heutigen Ziel, das wir bereits gegen 14 Uhr erreichten. Ein mutiges Murmeltier warnte tagsüber tapfer mit lautem Pfiff vor Offenbachern, Obersthäusern/ Hausenern und einigen Rodgauern und wurde sofort mit Extrem-Zoom festgehalten. Da die Jöcher alle nicht so sonderlich hoch waren, hatten einige noch Lust und Reserven für den Hausberg, die Samspitze 250 Meter oberhalb der Hütte (2624m).

Frühmorgens (DO) lagen zunächst dicke Wolken unter uns im Tal - herrliche Fotomotive. Der Materiallift stand still und brachte nicht die von einer Braubacher Damenwandergruppe nachgefragten Croissants hoch. Sie wurden vom Hüttenwirt schlagfertig auf den nächsten Morgen vertröstet. Bei + 8° C und gut eingepackt liefen wir Richtung Winterjöchl und über Blockgelände hoch zur Grießlscharte auf 2632 Meter, unserem höchsten Punkt an diesem Tag. Von dort sahen wir bereits unser Tagesziel, die Memminger Hütte. Es lag nur noch ein winziges Problem dazwischen: das Parseiertal mit dem Talschluss auf gerade einmal 1723 Metern. 900 Höhenmeter Abstieg über Felsen, Geröll und zuletzt Almwiesen und Wald erforderten am Parseierbach eine ausgiebige Mittagsrast. Danach ging es über den Bach und im Hang mit einer kleinen Brücke über einen Felsspalt. Auf schmalen Pfaden, teilweise steil hinauf, er-reichten wir gegen 15:30 die Memminger Hütte (2242m). Vom Anstehen an der Theke ist auf den Fotos eine kreative Variante belegt: das „Ansitzen" von Stefan mittels Stuhl.

Am nächsten Morgen (FR) galt es zunächst die Geschwindigkeitsbeschränkung auf der Alm zu beachten (siehe Foto). Glücklicherweise hatten wir zunächst einen leichten Nieselregen. Da ist es in Österreich wie in Deutschland: die Radartrupps machen Innendienst im warmen Büro. So kamen wir zügig und vor allem kostengünstig durch dieses heikle Gebiet. Am Unteren, Mittleren und Oberen Seewisee, einem wunderschönen Abschnitt, liefen wird hinauf zum heutigen ersten Übergang, der einfach nur Wegscharte hieß (2585m). Der Spiehlerweg führte uns weiter am Hang entlang, wo sich unterhalb und oberhalb des Weges die Steinböcke sonnten. Vor uns lag das Parseierjoch (2560m), das sich im Nachhinein über steilen, aber gut gestuften Fels mit or-dentlichen Drahtseilen als eine Aufwärmübung herausstellte. Nach kurzem Abstieg, einer Verschnaufpause gegen 11:30 und der Überschreitung eines Restschneefeldes ging es erst ordentlich los. Vor uns lag der Aufstieg zur Patrolscharte (2846m). Zunächst über weichen nassen und nachgebenden Schutt, dann an Stahlseilen entlang über rutschige Felspartien Zug um Zug nach oben. Der Ausstieg lag etwas oberhalb der Scharte, an der nach etwa 2,5 Stunden eine Rast notwendig war. Zwei aus der Gruppe nahmen den ursprünglich geplanten Klettersteig herunter zur Augsburger Hütte, der sich später als die vernünftige Variante herausstellte. Für den Rest führte der Weg zunächst unschwierig hinauf zum Gatschkopf (2945m) mit der Perspektive „ist nur ein Wanderweg". Beim Abstieg zur Hütte lagen jedoch ständig lose Steine auf dem Weg, die Griffe waren brüchig und auf dem gesamten Abstieg waren keinerlei Sicherungen vorhanden. Über weite Strecken war es ein Abklettern im brüchigen alpinen Gelände bis zum Erreichen der Augsburger Hütte (2298m) nach weiteren 3 Stunden. Von dort hatten wir wie von einem Adlerhorst einen grandiosen Blick hinunter ins Tal nach Grins und Pians, un-serem morgigen letzten Ziel.

Nach „Magerfrühstück" und „Gipfelstürmerfrühstück" auf selbst gemalten Kärtchen ging es am Samstag ab 8 Uhr in der Früh hinunter ins Tal. 1400 Höhenmeter Abstieg lagen vor uns und der Termin an der Bushaltestelle gegen 12 Uhr. Über den Gasillbach führte eine Holzbrücke ohne Seitengeländer und mit Durchblick bis ins Bachbett, für einige die letzte heikle Stelle. Durch zunehmend grüneres Almgelände führte der Weg durch das Tal des Mühlbachs. Nachdem dann erste Bänke auftauchten, waren wir in Ortsnähe von Grins. Der weitere Weg nach Pians war als Wanderweg gekennzeichnet und unschwer fanden wir die Bushaltestelle. Mit einem Umstieg in St. Anton am Arlberg fuhren uns zwei Busse wieder zurück nach Zürs zu unseren Autos - auf der Straße lediglich 37 km.
Einige ließen die anstrengende, aber wunderschöne Wanderwoche in Lech am Arlberg in einem Lokal ausklingen.
Alle kamen, wie in den Vorjahren auch, wieder heil hinunter ins Tal. Das Wetter war Anfang September wieder hervorragend: wir erlebten lediglich zwei kurze Nieselregen und teilweise etwas bewölktes Wetter. Ansonsten sahen wir morgens vor den Hütten bereits die Sonne, blickten über die Wolken im Tal und wussten bereits, dass es wieder ein schöner Wandertag werden würde. An 6 Tagen bewältigten wir, je nach Gipfelabstechern, etwa 8000 - 9000 Höhenmeter und 50 - 55 km Wegstrecke. Das war weniger als im letzten Jahr - dafür hatten einige Jöcher, Scharten und Wegstrecken ihre ganz besonderen Qualitäten: das Bergwandern wird halt durch die Existenz von Bergen gelegentlich sehr erschwert. „Partiell hat es sogar Spaß gemacht" war sicherlich nur ein Zwischenkommentar.

Die GPS-Daten der Tour gibt es hier für Kompass- und DAV-Karten - einige der über 1000 Bilder im Fotoalbum.


Jürgen Willnecker & Angelika De Marco

Erstellt am 09/29/2008 08:52 AM von admin
Aktualisiert am 09/29/2008 09:26 AM von admin
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