Durchquerung des Hochstubai

Luftige Grate, weite Gletscher, grüne Almen mit tiefblauen Seen: Die Hochtourenwoche entlang des österreichisch-italienischen Grenzkamms hätte kaum abwechslungsreicher sein können. Auch die Verhältnisse wechselten mehrmals im Tagesverlauf, morgens stürmische Böen, mittags Sonnenglut, Nachmittags Gewitter mit 15 cm Hagel und Graupel und zum Sonnenuntergang wieder blauer Himmel. Dank guter Zeitplanung konnten wir trotz der labilen Wetterlage alle geplanten Etappen unserer Durchquerung gehen, ohne je durchnässt zu werden. Die drei Teilnehmer der anspruchsvollen Tour, Norbert, Sven und Thomas, genossen die Fernsicht vom Gipfel des Wilden Freiger, kurz bevor der sich in Wolken hüllte, auch Wilden Pfaff, Zuckerhütl und Westliche Seespitz erreichten wir jeweils rechtzeitig für ein Sonnenbad am Gipfel, bevor sich die Quellwolken zu den nachmittäglichen Gewittern verdichteten. Trotz des heißen Sommers reichte der „Zucker“ am berühmten Firngrat des Zuckerhütls noch erstaunlich hoch. Der Besuch dieses Paradegipfels war sicher ein Highlight der von Sascha geführten Tour. Aber auch die ganz unterschiedlichen Perspektiven, aus denen wir die Gipfelgestalten im Verlauf unserer Durchquerung beobachten konnten, haben uns einen tollen Eindruck von dieser Seite der Stubaier Alpen vermittelt.

2017 Stubai-Zuckerhütl: Das Zuckerhütl, mit  3.507 m der höchste Gipfel der Stubaier Alpen, vom Wilden Pfaff aus gesehen

2017 Stubai-Grat: Anregende Kletterei auf dem Ostgrat zum Wilden Pfaff, hoch über dem Übeltalferner

Text und Bilder: Sascha Mache

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